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Objekt oder Subjekt? - Wie nimmst Du Dich wahr?

November 16, 2017

Kürzlich habe ich ein Webinar mit Gerald Hüter gesehen (https://www.youtube.com/watch?v=iCDdbPoHQhA)

Gerald ist ehemaliger  Hirnforscher und Professor für Neurobiologie im Ruhestand. Er hat eine Akademie für Potenzialentfaltung gegründet (http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org), weil er möchte, dass Kinder und Erwachsene das in ihnen definitiv vorhandene Potenzial stärker nutzen - für ein erfüllteres Leben und somit eine erfülltere Gesellschaft.

Was mich besonders berührte, war, dass er  die Art, wie Menschen aufgewachsen sind, in zwei Kategorien einteilt. Einmal als Subjekt und einmal als Objekt. Kleinkinder können oft erst ab dem Alter von 2-3 Jahren sich als Subjekt begreifen, davor sehen sie sich als Objekt und es macht ihnen nichts aus, wenn sie von ihren Eltern herumgezeigt, mit stylischen Kleidungstücken von teuren Designern etc. ausgestattet sind, oder mit ihnen auf sonstige Weise geprahlt wird. Erst danach entwickelt sich das "ich-Bewusstsein".

Leider ist es so, dass viele Kinder auch danach noch als Objekt behandelt werden und weniger als Persönlichkeit, die es individuell zu fördern gilt, ohne Druck und ohne ihnen den eigenen Willen aufzudrängen - weil sie in unserer Gesellschaft funktionieren müssen, damit u.a. die Eltern ihren Alltag bewältigt bekommen. Dies soll an dieser Stelle kein Vorwurf an Eltern sein, sondern ein Weckruf an alle, die sich dessen bewusst werden und etwas verändern möchten. Wenn das Kind dann in die Schule kommt ist es mehr denn je Objekt, eine Nummer, die hauptsächlich an Leistung gemessen wird, statt dass seine persönlichen Stärken gefördert werden. So ist es dann wenig verwunderlich, wenn wir durchs Leben gehen und uns selbst als Objekt sehen und unsere Wünsche an Objekten ausrichten. Autos, Kleidung, Job etc. Egal, welches Objekt wir uns zulegen, welche Karrierestufe wir erreichen, wir werden dadurch nicht glücklich. Wir werden erst glücklich, wenn wir uns wieder als Subjekt begreifen, mit Gefühlen, mit echter Zwischenmenschlichkeit mit echter Liebe, gegenüber unseren Nächsten. Erst dann bekommt unser Leben den Sinn, den wir uns alle wünschen.

 

 

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